17/05/2026 - 10:38
Landwirtschaftskammer: 10 Millionen Euro Schulden und die ÖVP schaut zu

Die Salzburger Landwirtschaftskammer (LWK) steckt tief in der Krise: Mehr als 10 Millionen Euro Schulden, allein 2025 kam eine weitere Million dazu, obwohl ein Plus prognostiziert war. Die Verantwortlichen? Seit Jahrzehnten dieselben: die ÖVP. Mit 21 von 28 Sitzen im Bauernparlament (bzw. einem Wahlergebnis von 73,27 Prozent bei der LWK-Wahl im Februar 2025) trägt der ÖVP-Bauernbund die alleinige Verantwortung für dieses Desaster.
„Wer jahrzehntelang das Sagen hat, kann die Verantwortung nicht wegdelegieren. Die ÖVP-dominierte Landwirtschaftskammer wurde in ein riesiges Schuldenloch gewirtschaftet – mit viel Steuergeld im Rücken", sagt SPÖ-Landtagsklubvorsitzender Max Maurer.
Taskforce Förderungen – jetzt
Maurer erneuert die Forderung der SPÖ nach einer Taskforce Förderungen im Land: „Öffentliche Gelder müssen dorthin, wo sie gebraucht werden, nicht in Apparate, die seit Jahren Verluste schreiben. Macht braucht Kontrolle!"
Übernimmt das Land Salzburg den Pensionsfonds der LWK?
Pikant: Laut einem Bericht von „Landwirtschaftliches Wochenblatt “ trat die Landwirtschaftskammer vor einiger Zeit an das Land Salzburg mit dem Ersuchen heran, den bestehenden Pensionsfonds für ausgeschiedene Mitarbeiter:innen der Landwirtschaftskammer Salzburg rechtlich und finanziell zu übernehmen. Damit wäre das Land auch für die künftigen Pensionsverpflichtungen verantwortlich, schreibt „Landwirtschaftliches Wochenblatt“. Für die Sicherung der Finanzierung des Pensionsfonds sollen 2,5 Millionen Euro nötig sein.
„Die ÖVP-dominierte Landwirtschaftskammer Salzburg wird immer mehr zum Finanzmoloch. 10 Mio. Euro Schulden und noch dazu ein Pensionsfonds, der an das Land Salzburg weitergereicht werden soll. Für die SPÖ ist klar: Mit uns gibt es ganz sicher nicht mehr Geld für die Landwirtschaftskammer! Die Landesregierung hat sofort zu reagieren“, will SPÖ-Klubchef Maurer wissen.
Aigner versteckt sich – Edtstadler muss liefern
Das Land Salzburg fördert die Landwirtschaftskammer jährlich mit rund 7 Millionen Euro – rund 35 Prozent ihres gesamten Budgets. Keine andere Kammer bekommt so viel öffentliches Geld. Doch der zuständige ÖVP-Landesrat Maximilian Aigner glänzt mit Abwesenheit: Statt selbst Rede und Antwort zu stehen, schickt er seinen Abteilungsleiter vor, um die Lage kleinzureden. Das reicht nicht!
„LR Aigner und Landeshauptfrau Edtstadler (ÖVP) – sie hat Aigner in diese Verantwortung gebracht – müssen jetzt liefern: Wie wird das Millionenloch gestopft? Wie wird sichergestellt, dass Steuergeld nicht weiter in einem maroden ÖVP-dominierten System versenkt wird? Welche Konsequenzen werden gezogen?", fragt Maurer.
Auch die FPÖ ist gefordert: Wer als Kontrollpartei antritt, muss jetzt die Seilschaften der ÖVP in der Landwirtschaftskammer durchleuchten und nicht wegschauen.






















