12/04/2026 - 10:55
ZWAG wirkt nicht: SPÖ fordert strengere Regeln gegen Zweitwohnsitze und Leerstand

„Das Salzburger Zweitwohnsitz- und Wohnungsleerstandsabgabgengesetz (ZWAG) verfehlt sein Ziel. Zu viele Ausnahmen, hoher Aufwand und kaum Einnahmen – so bleibt das Gesetz zahnlos“, kritisiert SPÖ-Landtagsklubvorsitzender Max Maurer.
Diesen Mittwoch, 15. April 2026 wird im Verfassungs- und Verwaltungsausschuss des Salzburger Landtags ein entsprechender Antrag der SPÖ diskutiert:
Nur ein Teil der Gemeinden macht mit
Die Zahlen aus der Beantwortung einer Landtagsanfrage zeigen die Schwächen des Gesetzes:
Von 119 Gemeinden heben nur 47 eine Leerstandsabgabe ein, 16 haben sie wieder abgeschafft. Bei Zweitwohnsitzen sind es 84 Gemeinden, drei sind wieder ausgestiegen.
„Wenn Gemeinden aussteigen, zeigt das klar: Der Aufwand ist zu hoch und die Wirkung zu gering. Wir brauchen ein Gesetz, das wirkt – nicht eines, das umgangen wird,“, sagt Max Maurer.
SPÖ fordert Nachschärfung
Die SPÖ fordert im Antrag von der Salzburger Landesregierung deswegen die Prüfung:
• Wie die Leerstands- und Zweitwohnsitzabgabe effizienter und unbürokratischer gemacht werden kann.
• Welchen Einfluss die derzeitige Abgabenhöhe im ZWAG auf das Mobilisieren von Leerständen und Zweitwohnsitzen hat.
• Welche Ausnahmen im Gesetz das Mobilisieren von Wohnraum erschweren und
• Welche Verbesserungen im Adress-, Gebäude- und Wohnregister (AGWR) der Statistik Austria notwendig wären, um damit landesweit verwendbare Kontrolldaten zu Leerstand und Nebenwohnsitzen zu erhalten.






















